Executive Summary: Die neue EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation - PPWR) erhöht nicht nur die technischen Anforderungen, sondern definiert auch die Rollen und Verantwortlichkeiten in der Lieferkette neu. Für FMCG-Unternehmen ist es entscheidend zu klären, ob sie im Sinne der PPWR als Erzeuger (Manufacturer), Hersteller (Producer) oder Importer gelten - denn davon hängen Produktverantwortung, EPR-Pflichten und die PPWR-Konformitätserklärung ab. Dieser Beitrag erklärt praxisnah die Unterschiede, typischen Konstellationen und zeigt auf, welche Rolle welche Nachweise und Dokumente beibringen muss - mit besonderem Fokus auf die PPWR-Declaration of Conformity (DoC). Eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur PPWR-Umsetzung ab 2026 finden Sie in der PPWR-Anleitung 2026.
1. Warum die korrekte PPWR-Rolle ab 2026 entscheidend ist
Die PPWR (Verordnung (EU) 2025/40) ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und gilt ab dem 12. August 2026 verbindlich für Verpackungen in der EU1eticor.com. Ab diesem Stichtag müssen Unternehmen für jede relevante Verpackungsart nachweisen, dass sie die Vorgaben der Artikel 5-12 (z. B. Recyclingfähigkeit, Materialminimierung, Stoffbeschränkungen) erfüllen.
Ab dem 12. August 2026 benötigt jede neu in Verkehr gebrachte Verpackung eine gültige PPWR-Konformitätserklärung (Declaration of Conformity, DoC). Wer in der Lieferkette für diese Erklärung, technische Dokumentation und EPR-Meldungen zuständig ist, hängt direkt von der PPWR-Rolle ab.
Für Packaging-, Procurement- und Sustainability-Teams gilt:
- Falsche Rollenzuordnung erzeugt Dokumentationslücken und Haftungsrisiken.
- Rollen können sich je Land und je Verpackungstyp unterscheiden.
- Ein Unternehmen kann gleichzeitig Erzeuger (Manufacturer), Hersteller (Producer) und Importer sein.
Wer diese Zusammenhänge früh klärt, integriert PPWR-Anforderungen effizient in bestehende Prozesse und in das digitale Verpackungsmanagement.
2. Zentrale PPWR-Begriffe: Inverkehrbringen, wirtschaftlicher Akteur, Produktverantwortung
Vor dem Einstieg in die Rollen lohnt sich ein Blick auf drei Kernbegriffe der PPWR.
2.1 "Placing on the market" / Inverkehrbringen
Unter PPWR bezeichnet "placing on the market" die erstmalige Bereitstellung von Verpackungen oder verpackten Produkten für Vertrieb, Verbrauch oder Verwendung im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit in einem EU-Mitgliedstaat2eur-lex.europa.eu.
Wesentlich dabei:
- Die Verantwortung knüpft an die erste Bereitstellung in jedem Mitgliedstaat - nicht zwangsläufig an die Produktion auf EU-Ebene.
- Verpackungen werden auf mehreren Ebenen in Verkehr gebracht (Verkaufs-, Um-, Transport-, E-Commerce-Verpackungen).
2.2 "Economic operator" / wirtschaftlicher Akteur
Die PPWR definiert als wirtschaftliche Akteure u. a. Erzeuger (Manufacturer), Lieferant (Supplier), Importer, Händler (Distributor), Hersteller (Producer) und Bevollmächtigte2eur-lex.europa.eu. Für FMCG-Unternehmen sind besonders drei Rollen relevant:
- Erzeuger (Manufacturer) (technischer Hersteller)
- Hersteller (Producer) (Verantwortlicher im Sinne der Produktverantwortung/EPR)
- Importer (Importeur aus Drittstaaten)
2.3 Produktverantwortung und EPR
Die PPWR ist eng mit Systemen der Erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility - EPR) verknüpft. Künftig gilt EU-weit eine einheitliche Definition des "Herstellers (Producer)", der u. a. für Sammlung, Verwertung und Finanzierung von Verpackungsabfällen zuständig ist3vereev.com.
Das bedeutet für Unternehmen: Der Hersteller (Producer) trägt die Produktverantwortung und muss gewährleisten, dass die eingesetzten Verpackungen PPWR-konform sind - inklusive Recyclingfähigkeit, Rezyklatquoten und korrekter Kennzeichnung.
3. Rolle "Hersteller (Producer)": Hersteller im Sinne der Produktverantwortung
3.1 Hersteller (Producer) - die EPR-Schlüsselrolle
Die PPWR versteht unter Hersteller (Producer) nicht den technischen Hersteller, sondern denjenigen, der die Wertschöpfungskette im betreffenden Mitgliedstaat startet.
Hersteller (Producer) ist, wer Verpackungen oder verpackte Waren erstmals in einem Mitgliedstaat in Verkehr bringt - unabhängig davon, ob tatsächlich produziert, importiert oder vertrieben wird.
Typische Hersteller-(Producer)-Konstellationen im FMCG-Bereich:
- Markeninhaber mit EU-Produktion, der verpackte Ware an Handelspartner liefert
- Händler, der Ware unter Eigenmarke (Private Label) in Verkehr bringt
- Importeur, der verpackte Ware aus Drittstaaten in die EU importiert
- E-Commerce-Anbieter, der Versandverpackungen erstmals im jeweiligen Land nutzt
3.2 Kernpflichten des Herstellers (Producers)
Für Hersteller (Producers) ergeben sich aus PPWR und nationalem EPR-Recht u. a.:
- Registrierung und Meldung bei zuständigen Stellen (z. B. duale Systeme, Register)
- Finanzierung der Sammlung und Verwertung von Verpackungsabfällen (EPR-Gebühren)
- Sicherstellen der Einhaltung von PPWR-Design- und Recyclinganforderungen
- Bereitstellen der Verpackungsdaten (Material, Gewichte, Kategorien) für EPR-Reporting
- Abstimmung mit Erzeuger (Manufacturer) und Importeur zu Spezifikationen und Nachweisen
Für Packaging und Procurement ist der Hersteller (Producer) in der Regel der Owner der Produktverantwortung und Budgetträger der EPR-Gebühren.
4. Rolle "Erzeuger (Manufacturer)": Technische Verantwortung und Konformitätsbewertung
4.1 Wer ist Erzeuger (Manufacturer)?
Erzeuger (Manufacturer) ist nach PPWR derjenige, der Verpackungen herstellt oder herstellen lässt und sie unter eigenem Namen oder Marke vermarktet4bp-consultants.de.
Dazu zählen:
- Verpackungshersteller und -konverter (z. B. Folien-, Karton-, Beutelhersteller)
- Lohnverpacker oder Abfüller für Dritte
- Eigenmarken-Hersteller (Producer)
Packa fasst diese Rolle als technischen Hersteller (Erzeuger) auf, der vor allem für Spezifikationen, Prüfungen und technische Dokumentation verantwortlich ist.
4.2 Aufgaben des Erzeugers (Manufacturers) nach PPWR
Unter der PPWR obliegt die Durchführung der Konformitätsbewertung und die Ausstellung der Konformitätserklärung grundsätzlich dem Erzeuger (Manufacturer).
Dazu zählen:
- Erstellung und Pflege der technischen Spezifikationen je Verpackungsart
- Durchführung der Konformitätsbewertung (Design for Recycling, Materialminimierung, Stoffbeschränkungen)
- Aufbau und Pflege der technischen Dokumentation
- Erstellung und Unterzeichnung der PPWR-Konformitätserklärung (DoC) oder Bereitstellung der erforderlichen Informationen
Digitale Plattformen wie die Packa-Software für digitales Verpackungsmanagement bündeln Spezifikationsdaten, Lieferantenerklärungen und Nachweise zentral und auditfest. Eine vertiefende Beschreibung der Umsetzungsschritte finden Sie zudem in der PPWR-Anleitung 2026.
4.3 Wann Importeur oder Händler (Distributor) zum Erzeuger (Manufacturer) wird (Art. 21 PPWR)
Ein wichtiger Punkt: Nach Artikel 21 PPWR werden Importeur oder Händler (Distributor) als Erzeuger (Manufacturer) eingestuft, wenn sie Verpackungen oder verpackte Produkte unter eigenem Namen oder Marke in Verkehr bringen5coolset.com.
Praxisbeispiele:
- Händler (Distributor) importiert "White-Label"-Produkte, bringt jedoch eigenes Branding auf.
- Online-Marktplatz vertreibt Produkte unter eigener Hausmarke.
In diesen Fällen müssen diese Firmen selbst:
- die Konformitätsbewertung durchführen,
- die PPWR-DoC ausstellen und unterschreiben,
- die technische Dokumentation bereitstellen.
Wer viele Eigenmarken oder Importware nutzt, sollte diese Konstellationen bei der Rollenklärung gesondert beachten.
5. Rolle "Importer": Compliance-Schlüsselstelle bei Ware aus Drittländern
5.1 Importeur-Bedeutung unter PPWR
Importeur ist jede in der EU ansässige natürliche oder juristische Person, die Verpackungen oder verpackte Produkte aus einem Drittland erstmals auf dem EU-Markt bereitstellt2eur-lex.europa.eu.
Typische Importeur-Rollen:
- Landesgesellschaft eines globalen FMCG-Konzerns mit Bezug aus Nicht-EU-Produktionsstätten
- Handelsunternehmen, das Fertigwaren aus Drittländern importiert
- E-Commerce-Firmen, die direkt aus Drittländern in die EU liefern
5.2 Pflichten des Importeurs
Auch wenn der technische Erzeuger (Manufacturer) außerhalb der EU sitzt, muss der Importeur vor Inverkehrbringen alle PPWR-Anforderungen prüfen.
Zu den Kernpflichten gehören:
- Prüfen, ob eine gültige PPWR-DoC je Verpackung vorliegt
- Sicherstellen, dass technische Unterlagen (Materialaufbauten, Testberichte, Nachweise) verfügbar sind
- Kontrolle der Kennzeichnung gemäß PPWR (z. B. Recycling-, Materialkennzeichnung)
- Zusammenarbeit mit dem ausländischen Erzeuger (Manufacturer) zur Schließung von Datenlücken
Oft ist der Importeur zusätzlich auch Hersteller (Producer) im jeweiligen Land und trägt die EPR-Verantwortung.
6. Erzeuger (Manufacturer), Hersteller (Producer), Importer im Vergleich
Diese Übersicht zeigt die Rollen und Pflichten im Überblick. Sie dient zur Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
| Aspekt | Erzeuger (Manufacturer) | Hersteller (Producer) | Importer |
|---|---|---|---|
| Kurzdefinition | Technischer Hersteller von Verpackungen / verpackten Produkten | Akteur, der Verpackungen/verpackte Produkte erstmals im jeweiligen Mitgliedstaat in Verkehr bringt | EU-Ansässiger, der Produkte aus Drittländern erstmals in der EU auf den Markt bringt |
| Typische Position | Verpackungshersteller, Konverter, Abfüller, Eigenmarken-Hersteller (Producer) | Markeninhaber, Handel mit Eigenmarken, Importeur, E-Commerce-Händler (Distributor) | Landesgesellschaft, Importhandel, Direktversender aus Drittländern |
| Kernverantwortung | Konformitätsbewertung, technische Spezifikationen, DoC-Erstellung | Produktverantwortung, EPR-Registrierung & Gebühren, strategische Verpackungsentscheidungen | Sicherstellung der PPWR-Compliance importierter Produkte, DoC-Prüfung |
| Bezug DoC | Erstellt/unterschreibt DoC oder stellt Daten dafür bereit | Muss sicherstellen, dass gültige DoCs für das Portfolio vorliegen | Muss vor Inverkehrbringen prüfen, dass DoC und technische Dokumentation vorhanden sind |
| Bezug EPR/Produktverantwortung | Indirekt (liefert Daten für EPR-Reporting) | Direkt verantwortlich für EPR-Pflichten und -Kosten | Häufig ebenfalls Hersteller (Producer) und damit EPR-pflichtig |
Quelle: Packa-Analyse und externe Fachkommentare zu PPWR-Rollen6bp-consultants.de. Einen ergänzenden praxisorientierten Überblick zur operativen Umsetzung bietet die PPWR-Anleitung 2026.
7. So bestimmen Sie Ihre PPWR-Rollen strukturiert
Für Packaging- und Procurement-Teams ist die eindeutige Rollenzuordnung pro Produkt und Land der wichtigste Schritt zur PPWR-Readiness.
7.1 Schritt-für-Schritt-Ansatz
- Flüsse kartieren
- Produktionsort (EU vs. Drittland)
- Markeninhaber
- Lieferwege und Vertriebsländer
- Rolle pro Markt bestimmen
- Wer bringt das Produkt im Zielmarkt erstmals in Verkehr?
- Eigenmarkenkonstellationen oder Direktimporte vorhanden?
- Mehrfachrollen erkennen
- Landesgesellschaft oft Importer und Hersteller (Producer)
- Händler (Distributor) mit Eigenmarke ist ggf. Hersteller (Producer) und Erzeuger (Manufacturer) (Art. 21)
- Verantwortlichkeiten fixieren
- Wer ist intern "Owner" für PPWR-DoC, wer für EPR-Reporting?
- Welche Abteilung übernimmt welche Aufgabe?
- Rollen digital abbilden
- Systeme wie Packa ordnen Rollen, Verantwortlichkeiten und Dokumente jeder Verpackungsart eindeutig zu.
8. Auswirkungen auf PPWR-Dokumentation & Konformitätserklärung
8.1 Wer stellt die PPWR-Konformitätserklärung aus?
Die Verantwortung für die PPWR-Konformitätserklärung liegt beim Erzeuger (Manufacturer). Importeur und Händler (Distributor) müssen vor Inverkehrbringen prüfen, ob eine gültige Erklärung und technische Dokumentation existieren.
Nach Artikel 21 kann der Importeur/Händler (Distributor) rechtlich Erzeuger (Manufacturer) sein und muss die DoC dann selbst erstellen.
Für detaillierte Anforderungen siehe Packas Leitfaden zur PPWR-Konformitätserklärung PPWR-Anleitung 2026.
8.2 Notwendige Daten für die DoC
Die DoC erfordert eine belastbare Datenbasis, typischerweise:
- Materialzusammensetzung inkl. Beschichtungen, Kleber, Additiven
- Nachweise zur Recyclingfähigkeit
- Daten zu Rezyklatanteil, ggf. Wiederverwendbarkeit
- Prüfberichte zu Stoffbeschränkungen (z. B. PFAS)
- Zuordnung aller Verpackungsvarianten (Größen, Materialien)
Alle Rollen greifen auf dieselbe Verpackungsdatenbasis zu - mit unterschiedlichen Pflichten.
8.3 Warum digitales Verpackungsmanagement zielführend ist
Packa-Analysen zeigen, dass bei manuellen Prozessen 30-70 % kritische Verpackungsdaten fehlen, vor allem zu Materialschichten, Additiven oder Lieferantenzertifikaten.
Digitale Lösungen wie Packa bieten:
- Zentrale Verwaltung aller Verpackungsspezifikationen
- Durchgängige Rollen- und Verantwortlichkeitsabbildung
- Automatisierte Lieferantendatenerhebung, Compliance-Checks (PPWR, EPR, PFAS)
- Auditfeste Ablage von DoCs und zugehöriger Dokumentation
Für den Einstieg empfiehlt sich die PPWR-DoC-Vorlage, wie sie im Packa-Beitrag oder direkt über das PPWR-Konformitätserklärung-Template verfügbar ist.
9. Handlungsempfehlungen: Nächste Schritte für Packaging- und Procurement-Teams
Konkrete Maßnahmen auf Basis der Rollenlogik:
Kurzfristig (0-6 Monate):
- Rollen-Mapping:
- Welche Gesellschaft ist in welchem Land Erzeuger (Manufacturer), Hersteller (Producer), Importeur?
- Verpackungsinventur und Identifikation aller Datenquellen
- Gap-Analyse bestehender Spezifikationen und DoCs
- Governance-Modell für Rollenzuordnung zwischen Einkauf, Packaging, Nachhaltigkeit und Qualität festlegen
Mittelfristig (6-18 Monate):
- Digitale Verpackungsdatenplattform etablieren oder ausbauen
- Lieferanten in standardisierte Datenerhebungsprozesse einbinden
- PPWR-DoCs für relevante Verpackungsfamilien aufsetzen (großes Volumen, hohes Risiko)
- EPR-Reporting mit PPWR-Daten verknüpfen (z. B. Ökomodulation)
Langfristig (bis 2030):
- Datenbasis für das Portfoliomanagement (Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz) nutzen
- Interne KPIs entwickeln (z. B. Anteil konformer Verpackungen, DoC-Abdeckung, Recyclingfähigkeit)
Ein umfassender Überblick zu allen Rollen und Prozessen findet sich im ergänzenden Packa-Artikel "PPWR: Rollen und Verantwortlichkeiten entlang der Lieferkette verstehen" sowie in der praxisorientierten PPWR-Anleitung 2026.
Frequently Asked Questions
1. Was unterscheidet "Erzeuger (Manufacturer)" und "Hersteller (Producer)" unter der PPWR?
Der Erzeuger (Manufacturer) ist der technische Hersteller beziehungsweise der Akteur, der Verpackungen herstellen lässt und sie unter eigenem Namen vertreibt. Er trägt Verantwortung für Spezifikationen, Konformitätsbewertung und technische Dokumentation, inklusive PPWR-Konformitätserklärung.
Der Hersteller (Producer) bringt Verpackungen oder verpackte Produkte erstmals in einen Mitgliedstaat und übernimmt die Produktverantwortung (EPR)6bp-consultants.de. Oft ist das der Markeninhaber oder Importeur.
2. Wann gilt ein Importeur auch als Hersteller (Producer) oder Erzeuger (Manufacturer)?
Importeur ist immer Hersteller (Producer), wenn er Produkte aus Drittländern erstmals im EU-Land in Verkehr bringt. Nach Art. 21 PPWR kann er zudem Erzeuger (Manufacturer) sein, wenn er Produkte unter eigener Marke vertreibt5coolset.com.
- Importeur ohne eigenes Branding -> Hersteller (Producer), nicht Erzeuger (Manufacturer)
- Importeur mit Eigenmarke -> Hersteller (Producer) und Erzeuger (Manufacturer) mit DoC-Verantwortung
3. Wer unterschreibt die PPWR-DoC?
Der Erzeuger (Manufacturer) oder der wirtschaftliche Akteur, der als Erzeuger (Manufacturer) gilt (z. B. Importeur/Händler (Distributor) mit Eigenmarke).
Hersteller (Producer), Importeur und Händler (Distributor) müssen prüfen, dass eine gültige DoC vorliegt, auch wenn sie nicht unterschreiben.
4. Wie hängen PPWR-Rollen und EPR-Gebühren zusammen?
Mit PPWR ist der Hersteller (Producer) EU-weit harmonisiert definiert - daran orientieren sich die nationalen EPR-Systeme3vereev.com.
- Hersteller (Producer) meldet Mengen und zahlt EPR-Gebühren
- Erzeuger (Manufacturer) und Importeur geben die technische Datenbasis
- Design des Erzeugers (Manufacturer) (Materialmix, Rezyklatgehalt) beeinflusst künftig die EPR-Kosten (Ökomodulation)
5. Wie hilft Software wie Packa bei PPWR-Rollen und Pflichten?
Packa vereint alle Verpackungsdaten, Rollen und Nachweise auf einer Plattform und ermöglicht:
- Strukturierte Erfassung von Erzeuger (Manufacturer)-, Hersteller (Producer)- und Importeur-Rollen je Verpackungsart
- Automatisierte Datensammlung bei Lieferanten (Suppliers) (Spezifikationen, Zertifikate, Prüfberichte)
- Integrierte Compliance-Checks (PPWR, EPR, Recyclingfähigkeit, PFAS)
- Erstellung und Versionierung von PPWR-Konformitätserklärungen
So wird PPWR-Compliance von einem manuellen Risiko zu einem datenbasierten, skalierbaren Prozess für Produktverantwortung, Einkauf und Technik. Konkrete Umsetzungsschritte für den Zeitraum bis 2026 sind in der PPWR-Anleitung 2026 zusammengefasst.


